Fachabi an der Privatschule

Heutzutage gibt es sehr viele Privatschulen, die staatlich zugelassen und anerkannt sind. Das bedeutet, dass innerhalb dieser Schulen in einem regulären Schulbetrieb die Fachhochschulreifeprüfung abgenommen werden kann. Einzelne Privatschulen bieten auch Kurse zur Prüfungsvorbereitung, bspw. zum Abitur oder Fachabitur, an.

Fachhochschulreife an einer privaten Fachoberschule

Oft sind das Fachoberschulzweige, die zum Teil in nur einem Jahr zur Fachhochschulreife führen, wie beispielsweise an der Oberbarnimschule in Eberswalde (Brandenburg). Dort sind die Fachoberschulreife und eine abgeschlossene Berufsausbildung im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung Aufnahmevoraussetzung. Solche privaten Fachoberschulen finden sich sehr oft, wenn auch einige erst in zwei Jahren zum Fachabi führen.

Einige Fachoberschulen verfolgen besondere Konzepte, wie bspw. die AfIB - Akademie für Internationale Bildung mit der Albert-Einstein Fachoberschule für Medien (Gestaltung), Sozialwesen und Wirtschaft. Sie führt zur Fachhochschulreife, vermittelt Handlungskompetenzen und Schlüsselqualifikationen. Neben dem Angebot von fachbezogenen Unterrichtsfächern wie Medienmanagement und Mediengestaltung, Soziologie und Pädagogik bzw. BWL, VWL und Rechnungswesen verfügt die Privatschule auch über eine angegliederte Flugschule.

Private Berufsoberschulen zur Fachhochschulreife

Natürlich gibt es auch private Berufsoberschulen. Die Mainzer Steinhöfelschule, eine Wirtschaftsschule, bietet beispielsweise die duale BOS an, die den Erwerb der Fachhochschulreife innerhalb von zwei Jahren ermöglicht. Voraussetzung dafür ist der qualifizierte Sekundarabschluss I (Mittlere Reife) und der Nachweis einer laufenden oder bereits abgeschlossenen mindestens zweijährigen Berufsausbildung oder der Abschluss der höheren Berufsfachschule oder der Abschluss einer mindestens zweijährigen Fachschule in Vollzeitform oder - bei entsprechend längerer Dauer - in Teilzeitform. Das besondere an der dualen BOS: Die Unterrichtszeiten von 15 Wochenstunden können nach den Bedürfnissen der Teilnehmer angepasst werden (abends bzw. am Wochenende für Berufstätige). Das Schulgeld beträgt 1.440 Euro, die Einschreibegebühr 1 x 100 Euro.

Das gibt es auch noch...

Neben der Berufsoberschule gibt es an der Steinhöfelschule auch die Höhere Berufsfachschule in der Fachrichtung Wirtschaft. Voraussetzung dort ist der qualifizierte Sekundarabschluss I (Mittlere Reife) oder ein gleichwertig anerkannter Abschluss. Teilweise neben dem Unterricht findet dann ein Praktikum statt, um auch den berufsbezogenen Teil der Fachhochschulreife zu erlangen.

Weitere Ersatzschulen bieten auch das Berufskolleg I und II in Baden-Württemberg in verschiedenen Richtungen an, das ebenfalls zur Fachhochschulreife führt (Beispiel staatlich anerkannte Ersatzschule Donner + Kern in Waiblingen). Natürlich gibt es aber auch private Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs, zum Teil auch staatlich anerkannt.

Weiterführende Links: www.privatschulen.de