Fachhochschulreife an der Waldorfschule

Waldorfschulen sind in Deutschland staatlich anerkannte Ersatzschulen in freier Trägerschaft, an denen nach der von Rudolf Steiner begründeten Waldorfpädagogik unterrichtet wird (deshalb auch: Rudolf-Steiner-Schulen). In der BRD existieren 212 Waldorfschulen.

Die Regelschulzeit an deutschen Waldorfschulen beträgt, unabhängig vom angestrebten Schulabschluss, zwölf Jahre und endet mit dem in Deutschland staatlich nicht anerkannten Waldorfschulabschluss. Die meisten Waldorfschulen bieten eine zusätzliche 13. Jahrgangsstufe an, um die Schüler auf das Abitur oder die Fachhochschulreife vorzubereiten. Statt des waldorftypischen, fachpraktischen Unterrichts erhalten sie einen vertiefenden Unterricht in den abiturrelevanten Fächern. In Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Niedersachsen und ab 2008 auch in Nordrhein-Westfalen wird das staatliche Zentralabitur geschrieben. Im Gegensatz zu den öffentlichen Schulen sind für die Abiturnote ausschließlich die Prüfungsergebnisse der Abiturprüfung und nicht die Jahresleistung relevant. Eine Ausnahme bildet Hessen, wo die Klassen 11 bis 13 der Freien Waldorfschulen als gymnasiale Oberstufe staatlich anerkannt sind und darum die Jahresleistungen mit in die Abiturnote einfließen.

Im Jahre 2006 erhielten in Deutschland 48 Prozent der ca. 5000 Waldorfschul-Abgänger das Abitur, 8 Prozent die Fachhochschulreife, 33 Prozent den Realschul- und 7 Prozent den Hauptschulabschluss (Quelle). Im Schuljahr 2007/08 besuchten 81.275 Schüler die Waldorfschule (Quelle).

Weiterführende Informationen: http://www.waldorfschule.info