Fachhochschulreife an der Privatschule

Schulen in freier Trägerschaft, auch Privatschulen genannt, wurden in den letzten Jahren immer beliebter. Überall in Deutschland werden wöchentlich neue Ersatz- und Ergänzungsschulen gegründet. Aber nur die staatlich anerkannten Ersatzschulen vergeben auch anerkannte Abschlüsse. Schüler der Ergänzungsschulen hingegen erfüllen in der Regel nicht die Schulpflicht, sie bereiten dann oftmals auf die staatliche Schulfremdenprüfung vor.

Nach einem ZEIT-Artikel würden gern 20 Prozent aller Mütter und Väter ihre Kinder auf eine Privatschule schicken. Nur ist die Nachfrage momentan immer noch größer als das Angebot. Laut Statistischem Bundesamt besucht jeder vierzehnte Schüler in Deutschland eine Privatschule (892 000 Privatschüler in 2007), wobei es je nach Bundesland noch starke Unterschiede gibt.

Je nachdem, wer Träger einer Schule ist und wie hoch die öffentlichen Zuschüsse ausfallen, kann das Schulgeld erheblich variieren: Privatschulen in kirchlicher Trägerschaft sind mit etwa 50 Euro pro Monat am günstigsten. Für eine Ganztagsbetreuung an einer privaten allgemeinbildenden Schule müssen Eltern mit 300 bis 400 Euro im Monat rechnen - sofern es staatliche Zuschüsse gibt. Schulen, die sich komplett selbst finanzieren, schlagen je nach Leistungsumfang noch mal bis zu 400 Euro drauf. In der zunehmenden Fülle der Angebote finden sich immer mehr Schulen, die das Schulgeld vom Einkommen der Eltern abhängig machen.

Im Stern "Lasst uns eine Schule gründen" und im Focus "Privatschulen - Das Geschäft mit der Bildung" finden sich zwei interessante Artikel zum Thema Privatschulen.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie: 2. Teil Privatschulen