Fachhochschulreife an der Fachoberschule

Die in Fachrichtungen ausgerichtete Fachoberschule schließt in der Regel nach zwei Jahren mit der Fachhochschulreife ab. Der mittlere Bildungsabschluss ("mittlere Reife", Realschulabschluss und vergleichbares) gilt als Zugangsvoraussetzung. Zudem fordern einige Bundesländer einen Notendurchschnitt von 3,5 und besser im Realschulabschluss. Verfügt man über eine abgeschlossene Berufsausbildung kann die Fachoberschule bundeslandabhängig auf ein Jahr bis zur Fachhochschulreife verkürzt bzw. auf ein Jahr bis zum Abitur verlängert werden (FOS 13 in Nordrhein-Westfalen und Bayern). Diese einjährige Form der Fachoberschule (FOS 12) gibt es in den Bundesländern Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Thüringen.

Das erste Jahr an der Fachoberschule besteht in der Regel zumindest aus einem halbjährigem Praktikum. Im darauffolgenden Schuljahr findet der Unterricht, anders als im Gymnasium (dort in Kursen/Tutorien), im Klassenverband statt. Die Prüfung wird in der Regel in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und dem Unterrichtsschwerpunkt der jeweiligen Fachrichtung abgelegt.

In Baden-Württemberg gibt es keine Fachoberschule. Sie wird dort durch das Berufskolleg ersetzt, das ebenfalls zur Fachhochschulreife führt. In Berlin gibt es Oberstufenzentren, die über einen Fachoberschulzweig verfügen.