Fachabitur an der Fachschule

Fachschulen sind Einrichtungen der beruflichen Weiterbildung, deren Bildungsgänge in den Fachbereichen Agrarwirtschaft, Gestaltung, Technik, (Haus-)Wirtschaft und Sozialwesen an eine berufliche Erstausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und (oder) an eine entsprechende Berufstätigkeit anschließen. Sie qualifizieren im sogenannten Fachschulstudium für die Übernahme von Führungsaufgaben in Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen sowie Einrichtungen und fördern die Bereitschaft zur beruflichen Selbstständigkeit.

Abschlüsse der Fachschule

Fachschulen führen in Vollzeit- oder Teilzeitform zu einem staatlichen postsekundaren Berufsabschluss nach Landesrecht. Sie können darüber hinaus Ergänzungs- / Aufbaubildungsgänge sowie Maßnahmen der Anpassungsweiterbildung anbieten.

Das Abschlusszeugnis einer Fachschule vermittelt gemäß "KMK-Vereinbarung über den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung" eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung (HZB).

Gleichermaßen kann aber auch eine schulische HZB in Form des Zeugnisses der Fachhochschulreife - wenn die zeitlichen und inhaltlichen Rahmenvorgaben in Bezug auf den Unterricht als auch die Prüfung (in die originäre Abschlussprüfung der Fachschule integriert oder als Zusatzprüfung) für das Fachabitur erfüllt werden - erworben werden. Dazu muss vor der Fachschulabschlussprüfung jedoch der Nachweis des mittleren Bildungsabschlusses erbracht werden.

Für die Zuerkennung der Fachhochschulreife für Absolventinnen und Absolventen der mindestens zweijährigen Fachschulen kann der Nachweis der geforderten Standards in zwei der drei Bereichen muttersprachliche Kommunikation/Deutsch, Fremdsprache, mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Bereich auch durch kontinuierliche Leistungsnachweise (und nicht durch eine schriftliche Prüfung) erbracht werden.